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Die Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main

Die regelmäßig öffentlich tagende Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main wird getragen von den beiden pax christi-Diözesanverbänden Limburg und Mainz, dem Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, dem Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz, dem Bildungswerk Hessen der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.


Jahresthema 2020: "Frauen schaffen Frieden: Die Rolle von Frauen in der Zivilen Konfliktbearbeitung"

In diesem Jahr haben wir uns entschieden, die Veranstaltungsreihe zu Ziviler Konfliktbearbeitung unter das Jahresmotto „Frauen schaffen Frieden" zu stellen.

Frauen und Mädchen werden in bewaffneten Konflikten häufig gezielt Opfer sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Beispiele, wie wichtig es ist, dass Frauen an Friedensprozessen auf zivilgesellschaftlicher und politischer Ebene gleichberechtigt teilhaben. Mehrere Studien haben sogar herausgefunden, dass die Chancen, dass ein Friedensabkommen länger als 15 Jahre hält, 35 Prozent höher sind, wenn Frauen an den Verhandlungen beteiligt sind.[1]

Ein Versuch, Frauen stärker in den Fokus internationaler Friedenspolitik zu rücken, ist die UN-Resolution 1325 zu „Frauen, Frieden und Sicherheit", deren Verabschiedung sich dieses Jahr zum zwanzigsten Mal jährt. Als Projektgruppe wollen wir dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, in mehreren Veranstaltungen die Rolle von Frauen in Friedensprozessen hervorzuheben und Zivile Konfliktbearbeitung aus einer Genderperspektive zu diskutieren.

Eigentlich sollte es am 24. April mit einer Filmvorführung und Diskussion zu Frauen in Liberia losgehen. Aufgrund der aktuellen Situation musste diese Auftaktveranstaltung leider abgesagt werden.

Stattdessen gibt es jetzt vermehrt inhaltliche Inputs, Artikel und Anregungen zum Themenkomplex „Frauen, Frieden und Sicherheit“ hier auf unserer Website.

Die nächste Veranstaltung ist für September 2020 geplant und wird sich mit dem Thema „Frauen in der interreligiösen Friedensbildung“ befassen.

ACHTUNG: Die Veranstaltung wird ab sofort um 17 Uhr beginnen (anstatt wie bisher um 16 Uhr), um Berufstätigen und neuen Interessierten die Teilnahme zu erleichtern.

Wir freuen uns über Ihr und Euer Interesse! vier


 
 

Ziel dieser Kooperation ist es, Projekte und Methoden der zivilen, gewaltfreien Konfliktbearbeitung und des Zivilen Friedensdienstes bekannter zu machen, zu ihrer gesellschaftlichen Verankerung und Weiterentwicklung beizutragen und hierfür in der Großregion Rhein-Main ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Gruppen und Organisationen aufzubauen. Um dies zu ermöglichen, laden wir jährlich zu vier Treffen in Frankfurt oder Mainz ein, bei denen jeweils ein Schwerpunktthema aus dem Bereich der Zivilen Konfliktbearbeitung im In- und Ausland vorgestellt und diskutiert wird. Ein zweiter Teil dieses Treffens dient dem Austausch und der gegenseitigen Unterstützung bei Bildungs- und Informationsveranstaltungen.

 

Die Treffen der Projektgruppe, einmal pro Quartal an einem Freitagnachmittag von 16.00 bis 19.00 Uhr, sind grundsätzlich offen. Jedoch wünschen wir uns eine möglichst regelmäßige Teilnahme von Einzelpersonen und VertreterInnen von Gruppen und Organisationen.

 

Hervorgegangen ist die Projektgruppe aus der fruchtbaren Kooperation bei der Ausstellung "Frieden braucht Fachleute", die zwischen September 2004 und Februar 2006 erfolgreich durch das Rhein-Main-Gebiet tourte (mehr dazu). Das konstituierende Treffen der Projektgruppe fand am 20. April 2007 zum Thema "Afghanistan" statt. Bei weiteren öffentlichen Treffen ging es u.a. um den türkisch-kurdischen Konflikt, den Kosovo oder ein Pilotprojekt des Zivilen Friedensdienstes in Deutschland. 

Die gemeinsame Erklärung der Projektgruppe:

Wir danken unseren Förderern!

Die Veranstaltungsreihe findet mit finanzieller Unterstützung des BMZ und des Katholischen Fonds statt.

Veranstaltungen 2020

Welche Rolle(n) nehmen Frauen in der Zivilen Konfliktbearbeitung ein? Wie können Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten besser vor sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt geschützt werden? Und wie kann die Teilhabe von Frauen an Friedensprozessen erhöht werden?

 

Als Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung beschäftigen wir uns dieses Jahr mit all diesen Fragen. Das passt gut, denn die UN-Resolution 1325 zu "Frauen, Frieden und Sicherheit" jährt sich zum 20. Mal.

 

Weiteres Material zu "Frauen in der Zivilen Konfliktbearbeitung" finden Sie hier: http://pax-christi.de/aktivitaeten/zivile-konfliktbearbeitung/

 

Alle Veranstaltungen sind momentan natürlich unter Vorbehalt geplant. Sie werden nur stattfinden, wenn die Pandemie-Situation und Schutzmaßnahmen es zulassen.

 

04. September 2020, 17.00 Uhr

"Frauen in der interreligiösen Bildungsarbeit".
Vortrag und Workshop: Ana Raffai (RAND - Regionale Adresse für gewaltfreies Handeln), Kroatien

 

 

06. November 2020, 17.00 Uhr

"Frauen in der internationalen Menschenrechtsarbeit".

Vortrag: Barbara Lochbihler (Mitglied im UN-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen; ehemalige EU-Abgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen)

 

 


 
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